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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Basilikum richtig ernten: So bleibt er den ganzen Sommer buschig

Wer einzelne Blätter zupft, bekommt schnell einen kahlen Stängel. Mit dem richtigen Schnitt wächst dein Basilikum dichter nach — und liefert bis in den Herbst.

Basilikum ist die Lieblingspflanze auf vielen Balkonen — und wird trotzdem oft falsch geerntet. Statt unten kahl und oben blühend zu werden, kann eine einzige Pflanze den ganzen Sommer nachliefern. Der Trick liegt nicht im Gießen, sondern in der Schere.

Niemals einzelne Blätter zupfen

Der häufigste Fehler: Man pflückt sich von unten die größten Blätter weg. Zurück bleibt ein nackter Stängel mit ein paar traurigen Blättchen ganz oben.

Schneide stattdessen immer einen ganzen Trieb knapp über einem Blattpaar ab. Aus den beiden Blattachseln darunter wachsen zwei neue Triebe — aus einem werden zwei. So wird die Pflanze mit jeder Ernte voller statt kahler.

Früh die Triebspitze kappen

Warte nicht, bis die Pflanze groß ist. Sobald dein Basilikum etwa sechs Blattpaare hat (rund 15 cm hoch), kneifst du die oberste Triebspitze über einem Blattpaar ab.

Das klingt unlogisch, treibt die Pflanze aber zur Verzweigung an: Sie steckt ihre Energie in die Seitentriebe statt in die Höhe. Das Ergebnis ist ein kompakter, buschiger Strauch — und deutlich mehr Blätter zum Ernten.

Blütenknospen sofort wegschneiden

Sobald Basilikum blüht, schaltet er auf Samenbildung um — die Blätter werden kleiner, härter und schmecken bitter. Kontrolliere deine Pflanze deshalb regelmäßig auf die ersten kleinen Knospen an den Triebspitzen.

Knips sie ab, bevor sie sich öffnen. Wer die Knospen konsequent entfernt, kann eine Pflanze viele Wochen länger nutzen. Lässt du am Saisonende ein paar Blüten stehen, freuen sich übrigens die Bienen.

Am besten morgens ernten

Die meisten ätherischen Öle — und damit das volle Aroma — stecken früh am Morgen in den Blättern, bevor die Mittagssonne sie verdunsten lässt. Ernte deshalb am liebsten vormittags.

Frisch verwendest du Basilikum sofort. Zum Aufheben stellst du die Stängel wie einen Strauß ins Wasserglas — nicht in den Kühlschrank, dort wird er schwarz. Für den Winter lässt sich das Aroma am besten als Pesto oder in Eiswürfeln mit Olivenöl einfrieren.

Wärme und die richtigen Nachbarn

Basilikum ist frostempfindlich und liebt einen vollsonnigen, warmen Platz — der Hochsommer ist seine beste Zeit. Auf dem Balkon braucht er einen ausreichend großen Topf, im Beet rund 25 cm Abstand zum Nachbarn. Gieße morgens und eher von unten, damit die Blätter trocken bleiben.

Klassisch und tatsächlich sinnvoll: Basilikum neben Tomaten. Beide lieben Sonne und Wärme. Neben Gurken setzt du ihn dagegen besser nicht. In Rootivo siehst du im Pflanzen-Lexikon und über die Mischkultur-Linien im Beet-Planer sofort, welche Nachbarn zu deinem Basilikum passen.

Im Lexikon: Basilikum

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