Buschbohnen im Juni säen: der schnelle Erfolg fürs Familienbeet
Große Samen, schnelle Keimung, reiche Ernte: Buschbohnen sind das ideale Juni-Gemüse für Beete mit Kindern. So gelingt die Direktsaat — und welcher Nachbar sie stark macht.
Kaum ein Gemüse belohnt so schnell wie die Buschbohne: Die dicken Samen sind perfekt für kleine Kinderhände, nach gut einer Woche schauen die ersten Keimblätter heraus, und ab Juli füllst du Körbchen für Körbchen. Der Juni ist der ideale Zeitpunkt für die Direktsaat — der Boden ist endlich warm genug, und bis zum ersten Frost bleibt reichlich Zeit zum Ernten.
Warum der Juni perfekt ist
Buschbohnen sind wärmeliebend und überhaupt nicht frosthart. Sie keimen erst zuverlässig, wenn der Boden mindestens 10 Grad warm ist — deshalb geht im Mai oft die Hälfte der Saat durch Kälte und Nässe verloren. Im Juni ist die Erde durchgewärmt, die Eisheiligen sind längst vorbei, und die Keimung läuft schnell und gleichmäßig.
Du kannst bis in den Juli hinein nachsäen. Wer alle zwei bis drei Wochen eine neue Reihe legt, erntet bis in den Oktober frische Bohnen statt alles auf einmal.
So gelingt die Direktsaat
Zieh mit dem Finger oder einem Stück Holz eine flache Rille, etwa 2 bis 3 Zentimeter tief. Lege die Bohnen alle 8 bis 10 Zentimeter hinein und halte zwischen den Reihen rund 40 Zentimeter Abstand. Mit Erde bedecken, vorsichtig andrücken, gut angießen — fertig.
Bohnen brauchst du nicht vorzuquellen. Im Gegenteil: zu viel Nässe lässt die Samen faulen. Ein gründliches Angießen der Rille reicht völlig. Gerade Kinder lieben diesen Schritt, weil die großen Samen so leicht zu greifen und einzeln zu setzen sind.
Der beste Nachbar: Bohnenkraut
Nicht umsonst sagt man „Bohnenkraut zu Bohnen“. Das Kraut wächst im gleichen Tempo, würzt später das Bohnengericht und gilt als guter Beetpartner. Auch Salat, Gurke, Kohl und Karotte vertragen sich bestens mit der Buschbohne.
Was gar nicht passt, sind Zwiebeln, Knoblauch und Lauch — diese Lauchgewächse hemmen das Bohnenwachstum. Auch Erbsen solltest du nicht daneben setzen. In Rootivo zeigt dir der Mischkultur-Linien-Layer im Beet-Planer sofort grün oder rot an, welcher Nachbar passt.
Wichtig: roh nie naschen
So verlockend die jungen Hülsen aussehen — rohe grüne Bohnen enthalten den Giftstoff Phasin und dürfen nicht roh gegessen werden. Erst durch Kochen (mindestens 10 bis 15 Minuten) wird Phasin zerstört, dann sind die Bohnen bekömmlich.
Gerade wenn Kinder mit im Beet sind, lohnt es sich, das früh zu erklären: ernten ja, direkt hineinbeißen nein. Gekocht, gedünstet oder als Salat sind Buschbohnen dann ein gesunder, eiweißreicher Genuss.
Ernten: je öfter, desto mehr
Ab Juli sind die ersten Hülsen so weit. Pflücke sie jung und zart, am besten alle paar Tage — denn je fleißiger du erntest, desto mehr Blüten und Hülsen bildet die Pflanze nach. Lässt du Bohnen ausreifen, stellt sie die Produktion ein.
Ein hübscher Nebeneffekt für die nächste Saison: Bohnen sammeln mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff im Boden. Schneide die Pflanzen nach der Ernte ab und lass die Wurzeln in der Erde — das nächste Gemüse an dieser Stelle freut sich über den Dünger.
Im Lexikon: Buschbohne