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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Feldsalat keimt nicht? Die 3 Fehler, die im Oktober passieren

Feldsalat ist die Ernte für die dunkle Jahreszeit – und Anfang bis Mitte Oktober ist das letzte Aussaat-Fenster. Dann gilt: nicht zu tief, nicht zu locker, nicht zu trocken.

Wer im Herbst Feldsalat aussät, wird im Winter mit frischem, nussigem Grün belohnt – auch aus dem Balkonkasten. Trotzdem berichten viele Einsteigerinnen, dass sich nach Wochen kaum etwas zeigt. Meist liegt es nicht am Saatgut, sondern an drei kleinen Handgriffen.

Warum jetzt noch ein guter Moment ist

Feldsalat mag es kühl. Bei Bodentemperaturen deutlich über 20 Grad keimt er schlecht, im Oktober sind die Bedingungen dagegen günstig. In den meisten Lagen in Österreich, Deutschland und der Schweiz kannst du noch bis etwa Mitte Oktober säen. Danach geht es zwar manchmal noch, die Pflanzen bleiben aber klein, bevor der Winter sie bremst.

Der Vorteil: Wenn die Tage kürzer werden, hast du den Kasten ohnehin frei, weil Tomaten, Bohnen und Basilikum abgeräumt sind.

Fehler 1: zu tief gesät

Die Samen sind winzig und brauchen nur eine dünne Erdschicht. Etwa ein Zentimeter reicht. Wer sie tief eingräbt, wartet vergeblich. Streue die Samen in flache Rillen, decke sie mit einer dünnen Schicht feiner Erde ab und lass zwischen den Reihen rund zehn Zentimeter Platz.

Wichtig ist außerdem, dass der Boden vorher feinkrümelig ist. Grobe Klumpen oder Steine halten die Samen auf Abstand zur Erde.

Fehler 2: Erde zu locker

Frisch aufgefüllte Blumenerde ist luftig, und die Samen haben keinen guten Kontakt zur Feuchtigkeit. Drücke die Erde nach dem Säen mit einem Brettchen oder der flachen Hand gut an. Feldsalat wächst am liebsten in leicht gesetztem Boden, das zeigt sich später auch an den kompakten, festen Rosetten.

Fehler 3: Phasen der Trockenheit

Die Keimung dauert oft zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit darf die Oberfläche nicht austrocknen. Gieße mit der Brause vorsichtig und lieber öfter wenig. Ein Stück Vlies oder ein Brett über dem Kasten hilft in den ersten Tagen, die Feuchtigkeit zu halten. Nimm es ab, sobald die ersten Keimblätter erscheinen.

Wenn du dir unsicher bist, drück mit dem Finger kurz auf die Erde: Fühlt sie sich leicht feucht an, passt es.

Standort und Saatgut

Feldsalat verträgt Halbschatten und braucht keinen Sonnenplatz, ein heller Balkonkasten ist völlig ausreichend. Der Kasten sollte mindestens zehn bis fünfzehn Zentimeter tief sein und Abzugslöcher haben, denn Staunässe mag die Pflanze gar nicht. Frisches Saatgut keimt zuverlässiger als alte Reste vom Vorjahr, und breitwürfiges Säen ist auf kleiner Fläche völlig in Ordnung, solange du später ausdünnst.

Und im Winter?

Feldsalat ist frosthart und übersteht normale Winterfröste gut. Bei längerem Kahlfrost oder im Balkonkasten, wo die Wurzeln weniger geschützt sind, kannst du eine Lage Vlies auflegen. Geerntet wird ab dem Spätherbst, sobald die Rosetten etwa fünf bis acht Zentimeter Durchmesser haben: Schneide die ganze Rosette knapp über dem Boden ab.

An milden Tagen wächst er weiter, nimm also nur, was du gerade brauchst.

Aussaat im Blick behalten

Notiere dir Aussaatdatum und Reihe gleich, zum Beispiel im Garten-Tagebuch in Rootivo. So weißt du nach zwei bis drei Wochen, wann du nach den ersten Keimblättern schauen und das Vlies abnehmen kannst.

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