Krokusse am Hochbeetrand: Jetzt stecken, im Frühling Bienen füttern
Mit einer Handvoll Zwiebeln und zwei Kinderhänden sorgst du dafür, dass es an deinem Hochbeet im Spätwinter summt – lange bevor die erste Aussaat startet.
Von September bis in den November hinein ist die richtige Zeit, um Krokuszwiebeln in die Erde zu bringen. Sie kosten wenig, brauchen kaum Platz und sind für Kinder ein perfektes Projekt: Heute stecken, im Winter vergessen, im Frühling staunen. Nebenbei füttern sie die ersten Wildbienen, die im Spätwinter aus der Ruhe erwachen.
Warum gerade der Hochbeetrand?
Der Streifen rund ums Hochbeet ist im Frühling oft noch kahl, weil Gemüse erst ab März oder April einzieht. Krokusse blühen je nach Sorte und Wetter von Februar bis in den März oder April, ihr Laub zieht meist bis Mai ein. Pflanze sie deshalb in den Boden direkt neben das Hochbeet und nicht in die Beeterde selbst: So stören sie dein Gemüse nicht, und beim Pflanzen und Hacken musst du nicht um die Zwiebeln herumarbeiten. Ein schmaler Streifen genügt, denn Krokusse brauchen nur wenige Zentimeter Platz.
So steckst du die Zwiebeln
Wähle eine sonnige bis halbschattige Stelle. Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief, mit der Spitze nach oben, und lass 5 bis 8 Zentimeter Abstand. Als Faustregel liegt die Zwiebel etwa dreimal so tief, wie sie hoch ist – das können Kinder gut mit dem Finger nachmessen. Die Erde sollte durchlässig sein, denn bei Staunässe faulen Zwiebeln schnell. Danach einmal angießen, mehr Pflege brauchen sie nicht.
Warum die Bienen es dir danken
An milden Tagen im Spätwinter fliegen die ersten Wildbienen und Hummelköniginnen, finden aber kaum Nahrung. Krokusse liefern Pollen und Nektar genau dann. Wähle ungefüllte Sorten, denn bei gefüllten Blüten kommen Insekten kaum an den Pollen. Wenn die Tiere deinen Garten schon früh im Jahr als Futterplatz kennenlernen, kommen sie mit etwas Glück auch später wieder vorbei, wenn dein Gemüse blüht.
Ein Wort zur Sicherheit mit Kindern
Zwiebelblumen sind nicht zum Essen gedacht. Narzissenzwiebeln und andere Zierzwiebeln sehen Küchenzwiebeln ähnlich, sind aber giftig. Bewahre sie deshalb getrennt von Speisezwiebeln und Knoblauch auf und lass Kinder nach dem Stecken die Hände waschen. Wichtig: Verwechsle Krokusse nicht mit der Herbstzeitlose. Sie sieht den Krokussen ähnlich, ist aber eine ganz andere, hochgiftige Pflanze, die jetzt im Herbst auf Wiesen blüht. Sammle keine Zwiebeln in der Natur und pflanze nichts, was du nicht sicher bestimmen kannst. Kaufe Krokuszwiebeln immer verpackt und beschriftet, und gib Kindern keine unbekannten Zwiebeln in die Hand.
Das Laub bleibt dran – aus gutem Grund
Nach der Blüte wirken Krokusse unscheinbar. Schneide das Laub aber nicht ab, bis es von selbst vergilbt, meist im Mai. In dieser Zeit speichern die Zwiebeln Kraft für das nächste Jahr. So kommen sie Jahr für Jahr zurück und breiten sich mit der Zeit sogar langsam aus. In Rootivo markierst du die Stelle im Beet-Editor und hältst im Garten-Tagebuch fest, wann die ersten Blüten aufgehen, dann siehst du über die Jahre, wie sich dein Garten entwickelt.