Möhren und Rote Bete einlagern: die Sandkiste, die Kinder lieben
Bevor der Frost kommt, wandern Möhren und Rote Bete in eine Kiste mit feuchtem Sand. Das macht nicht nur Spaß beim Eingraben, sondern hält die Ernte bis ins Frühjahr knackig.
Im Oktober fragt sich jede Familie mit Hochbeet: Wohin mit all den Möhren und Rote-Bete-Knollen? Im Kühlschrank ist schnell kein Platz mehr. Eine Kiste mit feuchtem Sand im kühlen Keller ist die alte, einfache Antwort – und ein tolles Projekt für kleine Hände.
Der richtige Erntezeitpunkt
Möhren vertragen leichten Frost, Rote Bete ist empfindlicher: Bei Temperaturen unter etwa minus 3 Grad können die Knollen Schaden nehmen. Ernte Rote Bete deshalb vor dem ersten stärkeren Frost, Möhren spätestens, wenn der Boden zu frieren beginnt. Such dir einen trockenen Tag und lockere die Erde mit der Grabgabel, statt an den Blättern zu ziehen.
Vorbereiten, aber nicht waschen
Dreh das Laub ab oder schneide es bis auf etwa zwei Zentimeter zurück, damit die Knollen nicht ausbluten und nicht austreiben. Lass die Erde einfach anhaften und klopf nur groben Dreck ab. Beschädigte oder angefressene Exemplare kommen sofort in die Küche – nur makellose Knollen gehen in die Kiste.
Die Sandkiste bauen
Nimm eine stabile Kiste mit Löchern im Boden, am besten aus Holz oder Kunststoff. Gib eine Schicht leicht feuchten Sand hinein, lege Möhren und Rote Bete so ein, dass sie sich nicht berühren, und deck sie komplett mit Sand zu. So geht es Schicht für Schicht weiter. Der Sand soll sich feucht wie eine Sandburg anfühlen, aber nicht tropfen. Die Kinder dürfen Schatzsucher spielen und jede Schicht beschriften.
Der richtige Platz
Ideal sind kühle, dunkle Räume mit 1 bis 4 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit: ein Erdkeller, eine frostfreie, unbeheizte Garage oder ein kühler Treppenabgang. Lagere die Kiste nicht neben Äpfeln, denn das reifende Obst gibt Gas ab, das Gemüse bitter machen kann. Schau alle paar Wochen nach und sortiere faulige Knollen sofort aus.
Was im Beet bleiben darf
Nicht alles muss in den Keller. Pastinaken, Schwarzwurzeln, Lauch und Grünkohl stehen den Winter über im Beet, und Pastinaken und Grünkohl schmecken nach Frost sogar besser. Du erntest sie frisch, wenn der Boden nicht gefroren ist. Eine Mulchschicht aus Laub oder Stroh hilft, dass du auch im Januar noch an sie herankommst.
Aus der Kiste in die Küche
So gelagert halten sich Möhren oft bis ins Frühjahr, Rote Bete ähnlich lange, wenn Temperatur und Feuchtigkeit stimmen. Hol dir immer nur so viel, wie du in einer Woche brauchst, und decke den Rest wieder mit Sand zu. Im Pflanzen-Lexikon von Rootivo findest du Erntefenster und weitere Infos zu vielen Gemüsearten, damit du den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst.