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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Rhabarber im Oktober pflanzen: Die Knospe entscheidet

Ein guter Rhabarberstock steht zehn Jahre und länger am selben Platz. Wer ihn jetzt im Herbst setzt, legt den Grundstein – und die Pflanztiefe ist der Knackpunkt.

Rhabarber ist eine der dankbarsten Stauden im Garten: einmal gut gesetzt, liefert er jedes Frühjahr verlässlich Stiele. Der Oktober ist dafür ein hervorragender Zeitpunkt, denn der Boden ist noch warm und feucht, und die Wurzeln können vor dem Winter anwachsen. Wir zeigen dir, worauf es bei Standort, Tiefe und Geduld ankommt.

Ein Platz für ein Jahrzehnt

Rhabarber wird an Ort und Stelle alt, umsetzen mag er nur selten. Such deshalb einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit tiefgründigem, humosem Boden, der nicht staunass wird. Ein windgeschützter Standort hilft, denn die großen Blätter knicken sonst leicht. Der Stock selbst ist winterhart und verträgt auch strengen Frost, Staunässe dagegen nicht. Rechne mit etwa einem Meter Abstand in alle Richtungen: Ein ausgewachsener Stock bildet Blätter, die einen ganzen Quadratmeter beschatten können.

Den Boden vorbereiten

Rhabarber ist ein Starkzehrer. Entferne vorab Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke gründlich, denn zwischen den Rhabarberblättern lassen sie sich später kaum noch jäten. Lockere die Pflanzstelle spatentief auf und arbeite eine ordentliche Schaufel reifen Kompost ein, bei schweren Böden zusätzlich etwas Sand. Frischer Mist gehört nicht direkt an die Wurzeln, er sollte gut verrottet sein.

Die Knospe entscheidet

Setze den Wurzelstock so, dass die dicke Endknospe etwa zwei bis drei Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt, in rauen Lagen mit Frost darf eine dünne Erdschicht darüber liegen. Zu tief gepflanzt fault der Stock, zu flach trocknet er aus oder friert in kalten Wintern leichter zurück. Danach gut angießen und die Stelle mit Laub oder Rasenschnitt mulchen. Lass die Knospe dabei frei oder decke sie nur dünn ab, damit sie nicht fault.

Alte Horste teilen statt neu kaufen

Hast du oder jemand in deiner Nachbarschaft einen älteren Stock, der nach vielen Jahren schwächere Stiele treibt, kannst du ihn jetzt teilen. Stich ein Stück mit mindestens ein bis zwei kräftigen Knospen ab und pflanze es wie beschrieben neu. So verjüngst du die Pflanze und bekommst gratis Nachwuchs.

Geduld im ersten Jahr, Ernte mit Maß

Im ersten Frühjahr nach der Pflanzung lässt du den Rhabarber in Ruhe und erntest nicht, damit er Kraft sammelt. Im zweiten Jahr kannst du vorsichtig ernten, ab dem dritten Jahr voll. Zieh die Stiele seitlich heraus statt sie abzuschneiden, nimm nie alle auf einmal und höre traditionell um den Johannistag (24. Juni) auf. Blütenstängel, die im Frühjahr aus der Mitte schieben, brichst du früh aus, sonst kostet die Blüte den Stock viel Kraft. Wichtig: Die Blätter sind nicht essbar, sie enthalten viel Oxalsäure. Kompostiere sie am besten und halte sie von Kindern und Haustieren fern. Auch die Stiele solltest du nur gegart und in Maßen essen.

Im Garten-Tagebuch festhalten

Notiere Pflanzdatum, Sorte und Standort, dann weißt du in zehn Jahren noch genau, wann der Stock gesetzt wurde. Wenn du dein Beet in Rootivo planst, behandle den Rhabarber bei der Fruchtfolge als festen Platz, der nicht mitwandert.

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