← Zurück zum Journal
· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Saisonbilanz im Oktober: Deine Beete für 2027 in vier Schritten planen

Bevor der Winter kommt, lohnt sich ein Blick zurück: Wer jetzt notiert, was wo wuchs, plant die Fruchtfolge fürs nächste Jahr deutlich entspannter.

Im Oktober sind die meisten Beete abgeerntet, und alles ist noch frisch im Kopf: Welche Tomaten waren top, wo hat der Kohl geschwächelt, welches Beet war zu schattig? In einem halben Jahr ist davon vermutlich nur noch die Hälfte da. Deshalb lohnt sich jetzt eine kleine Saisonbilanz, und sie kommt ohne lange Tabellen aus.

Schritt 1: Festhalten, was wo stand

Skizziere für jedes Beet, welche Kulturen in diesem Jahr darauf wuchsen. Das klingt banal, ist aber die Grundlage jeder Fruchtfolge. Ein Foto vom Beet im jetzigen Zustand plus ein Satz pro Beet reicht völlig aus.

Schritt 2: Die Zehrer-Gruppe bestimmen

Ordne jedes Beet danach ein, was zuletzt darauf stand. Starkzehrer wie Kohl, Kürbis, Tomate oder Kartoffel entziehen dem Boden viel Stickstoff. Mittelzehrer wie Möhre, Zwiebel, Fenchel oder Rote Bete brauchen weniger. Schwachzehrer wie Salat, Radieschen, Kräuter und Bohnen sind genügsam.

Die Faustregel: Auf Starkzehrer folgen im nächsten Jahr Mittelzehrer, danach Schwachzehrer, dann wird das Beet mit Kompost wieder aufgebaut.

Schritt 3: Pflanzenfamilien nicht wiederholen

Noch wichtiger als die Zehrer-Gruppe ist die Familie. Tomaten, Kartoffeln und Paprika sind Nachtschattengewächse und teilen sich Krankheiten wie die Krautfäule. Kohlarten können unter der Kohlhernie leiden, und Möhren und Sellerie als Doldenblütler teilen sich Schädlinge. Als Richtwert gelten drei bis vier Jahre Pause, bevor dieselbe Familie wieder auf dasselbe Beet kommt. Bei Kohlhernie sind die Sporen im Boden deutlich langlebiger, dort lohnt sich eine noch längere Pause.

Trage deshalb neben der Kultur auch die Familie in deine Notizen ein.

Schritt 4: Das Beet jetzt versorgen

Wenn du schon weißt, was nächstes Jahr auf das Beet kommt, kannst du es heute passend vorbereiten. Ein künftiger Starkzehrer-Platz bekommt über den Winter eine Schicht reifen Kompost (alternativ im Frühjahr), ein Schwachzehrer-Beet braucht keinen. Dazwischen bleibt die Erde bedeckt, etwa mit Laub, Mulch oder einer Gründüngung, die über den Winter stehen bleibt.

So arbeitest du den Winter über für das Beet, ohne etwas umzugraben.

Was die Bilanz dir im Frühjahr bringt

Im März musst du nicht lange überlegen, wo die Tomaten hinsollen: Du siehst auf einen Blick, welche Beete frei von Nachtschatten sind. Das spart Zeit, beugt Krankheiten vor und macht die Aussaatplanung ruhig. In Rootivo zeigt dir der Beet-Editor deine Beete, und im Garten-Tagebuch hältst du fest, was du dieses Jahr beobachtet hast.

Weitere Beiträge