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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Tagetes und Ringelblume im Beet: Was sie wirklich leisten

Sie sollen Läuse vertreiben und den Boden entlasten – doch was ist dran an Tagetes und Ringelblume? Ein nüchterner Blick, bevor du sie im Oktober abräumst.

Kaum ein Gemüsebeet kommt ohne ein paar orange Blüten aus, und fast jede Gärtnerin hat schon gehört, dass sie alle Schädlinge fernhalten. Ein Teil davon stimmt, ein anderer Teil ist Gartenfolklore. Jetzt im Oktober, kurz vor dem ersten Frost, ist der beste Moment, das zu sortieren.

Zwei Pflanzen, zwei verschiedene Jobs

Tagetes (Tagetes patula, Studentenblume) und Ringelblume (Calendula officinalis) werden gern in einen Topf geworfen. Dabei sind sie nur entfernt verwandt und leisten Unterschiedliches. Tagetes duften würzig-streng, die Ringelblume harzig-mild.

Mythos: Der Duft vertreibt Blattläuse

Dass der Tagetes-Geruch Blattläuse oder Kohlweißlinge zuverlässig fernhält, ist durch Versuche kaum belegt. Manchmal sitzen Läuse trotzdem direkt daneben. Verlass dich also nicht darauf, dass eine Blume allein dein Beet schützt.

Was belegt ist: Wirkung auf Nematoden

Für bestimmte Wurzelnematoden, zum Beispiel an Kartoffeln oder Tomaten, gibt es gute Hinweise: Die Wurzeln von Tagetes patula und Tagetes erecta scheiden Stoffe aus, die diese Fadenwürmer im Boden vermindern. Der Effekt tritt aber nur auf, wenn die Tagetes eine ganze Saison flächig auf der betroffenen Stelle wachsen. Ein einzelner Topf am Beetrand reicht dafür nicht.

Die Ringelblume als Nützlingsmagnet

Ringelblumen blühen bis in den Frost und bieten Schwebfliegen und anderen Insekten Nektar. Schwebfliegenlarven fressen Blattläuse, das hilft indirekt. Außerdem säen sich Ringelblumen gern selbst aus und halten den Boden beschattet.

Was du jetzt im Oktober tun kannst

Lass die Blüten stehen, solange sie noch blühen. Ringelblumen vertragen leichten Frost, Tagetes sind nicht frosthart und sterben beim ersten Frost ab. Sammle trockene, reife Samenköpfe beider Arten an einem trockenen Tag, am besten schon vor dem ersten Frost, und bewahre sie in einer Papiertüte an einem kühlen, trockenen Ort auf. Aus F1-Sorten gewonnene Samen sind nicht sortenecht. Gesunde Pflanzenreste kannst du abschneiden und als Mulch liegen lassen, die Wurzeln bleiben im Boden. Kranke Teile, etwa mit Mehltau, gehören nicht aufs Beet.

Fürs nächste Jahr einplanen

Notiere dir, wo die Blumen standen und ob sich dort etwas verbessert hat. Wer es genau wissen will, vergleicht zwei Saisonen. Im Pflanzen-Lexikon von Rootivo findest du zu beiden Arten Standort, Aussaatzeit und passende Nachbarn.

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