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· 3 Min. · Rootivo Redaktion

Tomatenbeet im Oktober neu planen: Vorher-Nachher gegen Krautfäule

Wo heuer die Tomaten standen, haben im nächsten Jahr andere Pflanzen Vorfahrt. Ein Beet-Plan in drei Schritten hilft dir, Krautfäule den Boden zu entziehen.

Die Tomatenstauden sind abgeräumt, das Beet wirkt leer – und genau jetzt ist der beste Moment, das nächste Jahr zu planen. Solange du dich noch erinnerst, wo was stand und wo es gehapert hat, entsteht der Plan fast von selbst. Hier ein Vorher-Nachher-Beispiel aus einem typischen Gemüsegarten.

Das Vorher: dreimal Tomate am selben Platz

Stell dir ein Beet von 1,2 mal 4 Metern vor: Seit drei Jahren stehen die Tomaten an derselben Stelle, daneben ein paar Kartoffeln, weil sie ja auch zur Familie gehören. Im Sommer kam die Krautfäule, die Ernte endete früh. Das ist kein Pech, sondern fast schon erwartbar: Tomaten und Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und teilen sich dieselben Krankheiten. Als Nachbarn passen sie deshalb nicht zusammen.

Schritt 1: Aufzeichnen, was wo stand

Skizziere das Beet, so wie es heuer war, und markiere die Stellen mit Krankheitsbefall. Am besten gleich, solange die Erinnerung frisch ist. Zeichne auch ein, welche Pflanzenfamilien wo standen: Nachtschatten, Kohl, Doldenblütler, Hülsenfrüchte. Aus dieser Übersicht erkennst du auf einen Blick, wo sich Familien wiederholen. Wer mag, ergänzt ein paar Notizen zu Sorten: Welche blieb länger gesund, welche wurde zuerst braun? Solche Beobachtungen sind im nächsten Jahr Gold wert.

Schritt 2: Tomaten ziehen um, mindestens drei Jahre Pause

Die Faustregel für Tomaten lautet: Erst nach mindestens drei bis vier Jahren wieder auf dieselbe Fläche, und zwar auch nicht nach Kartoffeln, Paprika oder Auberginen. Teile dein Beet deshalb in Abschnitte und verschiebe die Tomaten im Frühjahr in einen Abschnitt, in dem bisher etwas anderes wuchs. Die Erreger der Krautfäule überdauern an Pflanzenresten, deshalb gehören befallene Reste nicht auf den Kompost, sondern in den Restmüll. Wer wenig Platz hat, kann Tomaten auch im großen Kübel mit frischer Erde ziehen. Das unterbricht den Kreislauf der Erreger ebenfalls.

Schritt 3: Die frei gewordene Fläche sinnvoll nutzen

Dort, wo die Tomaten standen, wächst im nächsten Jahr zum Beispiel Kohl oder Zwiebelgemüse. Bis dahin schützt eine Gründüngung oder eine Mulchschicht den Boden über den Winter. Wenn du jetzt noch Knoblauch steckst, ist das Beet bis in den Sommer sinnvoll belegt. Gesät oder gesteckt wird sonst im Oktober kaum noch etwas, also lass dem Boden lieber Ruhe und bedecke ihn. Im Frühjahr kommt dann auf die Fläche eine Kultur aus einer anderen Pflanzenfamilie als im Jahr davor, sodass dein Gemüse Jahr für Jahr reihum wandert.

Das Nachher: ein Beet mit Fahrplan

Im Frühjahr stehen die Tomaten nun auf einem neuen Abschnitt, mit viel Luft zwischen den Stauden (50 bis 60 Zentimeter) und Basilikum als Nachbar, der gut zu ihnen passt. Dazu ein Dach oder zumindest ein Standort, an dem die Blätter nach Regen schnell abtrocknen. Eine Fruchtfolge allein schützt nicht garantiert vor Krautfäule, aber sie nimmt ihr den vorbereiteten Boden – und das ist ein großer Schritt. Notiere dir im Frühjahr außerdem das Pflanzdatum, damit du im Herbst vergleichen kannst, wann die ersten Flecken auftraten.

Den Plan gleich festhalten

Damit der Plan bis März nicht verloren geht, halte ihn digital fest. In Rootivo kannst du im Beet-Editor deine Abschnitte anlegen und mit dem Mischkultur-Linien-Layer sofort sehen, welche Nachbarn zusammenpassen und welche nicht.

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