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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Winterportulak im Balkonkasten: Frisches Grün, wenn alles andere ruht

Ende September ist eine der letzten guten Gelegenheiten, einen Balkonkasten für die kalte Jahreszeit zu bepflanzen. Winterportulak kommt mit Kühle bestens zurecht und liefert dir Blätter bis weit in den Winter.

Der Sommer räumt den Balkon, doch der Kasten muss nicht leer bleiben. Winterportulak, auch Tellerkraut oder Postelein genannt, keimt bei kühlen Temperaturen und wächst auch dann noch, wenn andere Salate längst aufgegeben haben. Wenn du jetzt aussäst, kannst du ab Ende Oktober bis November die ersten Blätter schneiden.

Warum gerade Winterportulak

Winterportulak (Claytonia perfoliata) ist ein zartes, mild-nussig schmeckendes Blattgemüse mit charakteristischen tellerförmigen Blättern. Er mag es kühl und hell, Sommerhitze dagegen verträgt er schlecht. Genau deshalb ist er im Herbst so dankbar: Er füllt eine Lücke, wenn Basilikum und Tomaten den Balkon längst verlassen haben.

Jetzt säen: Zeitfenster und Aussaat

Die Aussaat klappt von Ende August bis in den Oktober. Ende September ist deshalb noch völlig in Ordnung, ein früher Start bringt aber mehr Ertrag vor dem Winter. Streue die winzigen Samen dünn auf feine, leicht angedrückte Erde und bedecke sie nur hauchdünn, denn sie brauchen zum Keimen etwas Licht. Halte die Erde gleichmäßig feucht, nach ein bis drei Wochen zeigen sich die ersten Keimblätter. Später vereinzelst du die Pflänzchen auf etwa 5 bis 10 Zentimeter Abstand.

Der richtige Kasten und Standort

Der Balkonkasten sollte mindestens 15 Zentimeter tief sein und Abzugslöcher haben, denn Staunässe ist im Winter der größte Gegner. Ein heller Platz ist wichtig, ein wenig Wind schadet nicht. Nutze normale Gemüseerde, gern mit etwas Sand gemischt, damit das Wasser gut abfließt. Zusätzlicher Dünger ist kaum nötig, Winterportulak ist genügsam.

Pflege bei Kälte und Frost

Winterportulak übersteht leichte bis mäßige Fröste gut. Bei anhaltendem strengem Frost hilft ein Vlies oder eine Abdeckung aus Reisig, außerdem sollte der Kasten am besten nah an der Hauswand stehen. Gieße nur, wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist, und nur an frostfreien Tagen. Übrigens: Ein Gefrieren und Wiederauftauen steckt er meist besser weg als ein Zuviel an Nässe.

Ernten und genießen

Schneide die Blätter mit der Schere etwa 2 Zentimeter über dem Boden ab, dann treibt die Pflanze nach. Ab Spätherbst kannst du regelmäßig ernten, auch die kleinen weißen Blüten im Frühjahr sind essbar. Die Blätter schmecken roh im Salat, auf dem Butterbrot oder kurz gedünstet wie Spinat. Am besten frisch verwenden, im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.

Im Blick behalten mit Rootivo

Damit du den Überblick über Aussaat- und Erntetermine deiner Balkonkästen behältst, kannst du in Rootivo deine Kästen im Beet-Editor anlegen und den Aussaat-Tag festhalten. So siehst du im Frühjahr sofort, was du im Herbst gemacht hast.

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